Reviews

Sick Of It All im Café Atlantik in Freiburg

Sick Of It All im Café Atlantik bzw. Tag 2 NYHC in FRBRG. Am Mittwoch ging’s aufgrund von zwei Supportbands etwas früher los.

Dummerweise war ich dadurch etwas zu spät dran und konnte beim Eintreffen ins Atlantik nur noch die Schlussakkorde von Suicidius aus Neuenburg hören. Das ist leider etwas zu wenig, um den Jungs eine passende Review zu schreiben, aber bei nächster Gelegenheit wird das nachgeholt.

Zweiter Support an diesem Abend waren Ripdown. Aufmerksame Amplifier-Leser werden nun feststellen, dass sie diesen Namen im letzten halben Jahr bereits schon öfters hier gelesen haben. Das liegt zum einen an der CD-Review, die wir zu deren Erstlingswerk geschrieben hatten (hier geht’s zu Review) und an den unzähligen Konzerten, die die Herren aus FR bereits im ersten Halbjahr in ihrer Heimatstadt gezockt haben.

Diesen lobenden Worten ist auch nichts weiter hinzuzufügen, außer der kleinen Anekdote, dass Drummer Lex einen Krampf im rechten Bein (ja, das ist das Bass-Drum-Bein) bekommen hatte und ein paar Songs mit dem linken Haxen zocken musste, ehe der Krampf wieder vorbei war. Hätte er es danach nicht erzählt, wäre das gar nicht aufgefallen, da er die Songs tatsächlich auch mit der „falschen Seite“ souverän runtergeschmiert hat. Das nächste Mal checken wir dann, ob auch die Gitarren und Bass-Fraktion die Songs mit der falschen Hand zocken kann. Die Sick of it All Fans fanden Ripdwon ebenfalls geil, und forderten eine lautstarke Zugabe, die dann auch gegeben wurde.

Sick Of It All habe ich schon sehr oft in FR gehört. Das erste Mal müsste mittlerweile knappe 15 Jahre her sein und das Konzert fand damals im Haus der Jugend statt. Das letzte Konzert war vor 3 Jahren im Crash und ein paar Jahre davor zockten die Herren aus New York auch mal im Waldsee. Soll heißen, dass die Band, wenn sie in Freiburg war, immer in größeren Locations gespielt hat und ich Sick Of It All bis dato noch nie im Café Atlantik gesehen hatte. Wie auch am Vorabend, war die Bude ausverkauft und das Thermometer stand auf gefühlten 50 Grad.

Wusstet Ihr eigentlich, dass Sick Of It All bereits seit 1992 mit genau dieser Besetzung zockt!? Das ist definitiv ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der anderen NYHC-Kapellen, die das Café Atlantik dieses Jahr bespielt haben. Rasant ging es vom ersten Ton an zur Sache und die Band legte die gleiche Spielfreude an den Tag, wie es auch Madball am Tag zuvor machte. Ich finde es immer wieder beeindruckend, dass es Bands gibt, die auch nach über 30 Jahren ihres Daseins immer noch jeden Abend Vollgas geben und sichtlich Spaß an dem haben, was sie machen. Sick Of It All ist definitiv eine der Kapellen, bei denen das der Fall ist. Nach einer knappen Stunde Showtime in der sie gefühlte 100 Songs der mittlerweile 18 Alben zum Besten gegeben haben, gab es mit „Step Down“ das Finale Grande, bei dem der komplette Laden so lautstark mitgegrölt hat, dass man den Song vermutlich noch beim Waldsee gehört hat.

Danke Café Atlantik bzw. MBC, für zwei grandiose Konzert-Abende, die heißer und spannender als jeder Saunagang waren.

Weitere Konzertfotos gibt’s bei Anja Hermann Fotografie.

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