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Down For The Core im Freizeichen Freiburg

Nachdem seit dem letzten Down For The Core über ein Jahr vergangen war, luden die Jungs von HCM Booking zur 4. Auflage der Konzertreihe ein. Als Location diente dieses Mal das Freizeichen in Freiburg aka. Artik, aka. Ex-Schmitz Katze, aka. Auditorium,… Das Konzert diente übrigens auch als Benefizveranstaltung für die Freiburger Straßenschule. Thumbs up dafür!

Los ging es gegen 22 Uhr mit Dagger in Hand. Das Quintett aus Bad Dürkheim legte mit ihrem metallischen Core auch zünftig los. Nachdem die Regler am Mischpult nach den ersten 2 Songs dann ihre korrekte Einstellung gefunden hatten, wurde die doch relativ große Location mit astreinem Sound versorgt. Mister Ex-Moustache-Medi hatte die Knöpfe definitiv bestens im Griff.

Zweite Kapelle an diesem Abend waren Choked by Gum. Die Herren aus Freiburg waren kurzfristig für Only Attitude Counts eingesprungen, die Ihr Konzert absagen mussten. Choked by Gum ist nicht unbedingt im Core-Genre anzusiedeln, sondern eher im Punkrock. Dadurch könnte man jetzt hier von einem Stilbruch der Veranstaltung reden, was aber völlig Banane wäre, da wir ja schlussendlich alle eine Familie sind und nicht in Schubladen denken. Die Freiburger Locals wussten genau, wie sie das kernige Publikum als auch sich selbst in Fahrt bringen. Wer auf Mucke der Sorte Streetpunk steht, sollte sich Choked by Gum auf jeden Fall mal reinziehen.

Als dritte Band betrat Nrdwrts aus Saarlouis die Bühne im Freizeichen. Nachdem ich die Band letztes Jahr als Support von Terror im Crash (» zur Review) zum ersten Mal live gesehen hatte und zudem auch noch richtig geil fand, wurde ich auch beim zweiten Date nicht enttäuscht. Perfekt eingespielte Combo, die ihren Oldschool Hardcore gekonnt zelebrieren, und dafür auch mit reichlich Applaus und der ein oder anderen Windmühle gefeiert wurden.

Nach den Herren aus dem Saarland betrat nun eine Band aus Österreich die Bühne. Lowlife waren für diesen Abend aus Wien angereist und gewannen dafür schon mal den imaginären ersten Platz in Sachen Anfahrt. Ähnlich wie bei Nrdwrts spielten auch Lowlife Oldschool Hardcore. In manchen Songs griff Sänger Jimmy zur Klampfe, wodurch der Sound natürlich noch mehr Bums bekam. Bei einem Song tauschte er sogar das Mikrofon mit Gitarrist Phil, der seine Stimme keinesfalls verstecken musste. Das war eine geile Show und hat Spaß gemacht, Oida!

Als fünfte und letzte Kapelle an diesem Abend waren None Shall Fall aus Haarlem in den Niederlanden nun für das Finale Grande zuständig. Leider hatte sich der ohnehin spärlich gefüllte Raum auch schon wieder etwas geleert. Keine Ahnung, ob es daran lag, dass einige sonntags früh raus mussten, um nicht zu spät am Frühstückstisch von Mutti zu landen!? Oder lag es daran, weil die Zeit schon weit fortgeschritten war und nicht alle konditionell fit waren!? Wie auch immer.

Ich war noch vor Ort und fand die Show der durchgeknallten Holländer ziemlich fett. Die Band existiert bereits seit neun Jahren, was man in Sachen Tightness usw. auch mehr als deutlich raushören konnte. Die übrig gebliebene Bande vor der Bühne schwung ordentlich das Tanzbein und auch die Luftballons, die irgendwer unters Volk gemischt hatte, trugen zur Belustigung aller bei.

Gegen 2:30 Uhr war die ganze Sache dann auch vorbei und ich war ehrlich gesagt nicht ganz unfroh darüber, endlich nach Hause in Richtung „Horizontale“ zu gehen. Mir persönlich hätten auch vier Kapellen an dem Abend gereicht, aber das müssen die Jungs von HCM Booking schlussendlich entscheiden. Ich hoffe doch sehr auf Vol. 5 in einer hoffentlich besser gefüllten Location, oder ist Hardcore in Freiburg mittlerweile tot?

Weitere Fotos vom Konzert gibt’s bei trvelove.

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