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UK Subs im Café Atlantik Freiburg

Lange ist es her, dass ich an einem Sonntag ein Konzert besucht hatte. Doch wenn der legendäre Name UK Subs das Plakat schmückt, und die Venue darunter auch noch „Café Atlantik“ heißt, dann ist das fast schon eine Pflichtveranstaltung.

Also wir gegen 20:30 Uhr ankamen, war der Laden schon mächtig voll, der Altersdurchschnitt lag natürlich deutlich über dem, was ich gewohnt war. Das ist aber auch kein Wunder bei einer Band, die zu einer der ersten Punkbands aus London gehört und sich bereits 1976/77 gründete.

Den Live-Beginn machten The Fags aus der Schweiz, die ohne Umwege ihr Punkrock-Set herunterschraubten. Schnörkellos, inspiriert vom Punkrock à la The Ramones, passte die Band an diesem Abend natürlich bestens ins Vorprogramm. Interessanterweise besteht diese Band aus zwei Personen, die mit Gitarre, Drums und Gesang das Publikum gut in Schach hielten. Gefühlt beherbergte die Setlist 45 Songs, denn viel gelabert wurde nicht und die Besucher waren sichtlich zufrieden mit dem Opener.

Danach waren die UK Subs an der Reihe. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Band mehr von Shirts oder vom Namen selbst kenne, denn in meinen Playlists sind sie nicht verankert. Das Interesse war trotzdem groß den 75-jährigen Charly Harper, inklusive seiner Combo, live auf der Bühne zu sehen.

Vom ersten Song an war ich überrascht, wie viel Energie am Start war. Die Band war richtig tight, die Songs klangen deutlich besser als auf Platte und Sänger Charly hüpfte sich einmal quer durchs Set. Ich hoffe, dass ich im fortgeschrittenen Alter noch so viel Spielfreude & Fitness aufweisen kann, wie diese Band. Das war wirklich sehr beeindruckend. Während die Hitze im Club deutlich zunahm, und die UK Subs einen Mitsing-Hit nach dem anderen abfeuerten, gab es als Sahnehäubchen noch „I Wanna Be Sedated“ von The Ramones obendrauf und die Show war vermutlich für jeden, der an diesem Sonntagabend anwesend war, ein voller Erfolg. Falls ihr die Band noch nicht gesehen habt, solltet ihr das schleunigst nachholen.

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