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No Trigger im White Rabbit Freiburg

No Trigger hatte ich bis zur Show-Veröffentlichung von Lucky Booking noch nie vorher gehört. Warum eigentlich nicht? Diese Band trifft meinen Musikgeschmack zu ziemlich genau 99,9% und ich sollte auch live nicht enttäuscht werden, als die Amis im White Rabbit ihre Songs in die freudigen Gesichter des Publikums zwirbelten.

Los ging es mit dem griechischen Support Despite Everything. Diesen Namen hatte ich zumindest vorab schon einmal gehört. Die Jungs passten hervorragend ins Programm, denn auch sie gaben ordentlich Gas, vergaßen dabei aber auch nicht, die großen Melodien in den Songs unterzubringen. Das hat richtig Bock gemacht, leider war zu der Zeit noch sehr wenig los im White Rabbit, was ich bei solch einer talentierten Band extrem schade finde.

Weiter ging es mit Save Ends, die zusammen mit dem Hauptact den Weg über den großen Teich gefunden hatten. Die Band teilte sich übrigens nicht nur die Bühne, sondern auch direkt Gitarrist und Bassist. Effektiver kann man wohl kaum reisen. Musikalisch unterschied sich Band Nr. 2 des Abends allerdings von den anderen beiden: Die Mucke war wesentlich ruhiger und irgendwo im Pop-Punk anzusiedeln. Die Melodien waren zwar wirklich ausgeklügelt und endlich wurde auch mal etwas für die Frauen-Bühnen-Quote getan, jedoch konnte mich Save Ends nicht überzeugen. Ob es am matschigen Bühnensound lag, oder die Songs selbst? Das werde ich dann wohl beim nächsten Konzert der Amis rausfinden, wenn sie mal wieder den Weg zu uns finden.

Las but not least: No Trigger. Mittlerweile war ein bisschen mehr los, aber für dieses Line-Up wäre eigentlich nur eine ausverkaufte Bude gerecht gewesen. Da fehlten dann doch noch einige Zuschauer auf der Strichliste. Nun ja, No Trigger hat’s nicht gejuckt, denn sie haben mit Song Nr. 1 der Setlist direkt das Tempo angezogen. Sänger Tom hat von der ersten Sekunde an für Stimmung gesorgt, und das Publikum aufgemischt. Das sollte auch gleich Wirkung zeigen, denn die ersten tanzenden Menschen wurden daraufhin vor der Bühne gesichtet. Wie ich schon im Intro erwähnt hatte, lief mir die Mucke extrem gut rein, denn die Songs erinnerten stark an eine meiner Lieblingsbands namens Strike Anywhere. Der Mix aus melodischem, schnellen Hardcore und starken Hooks sorgte bei mir auf direktem Weg für gute Laune. Ein Song, der mich bis in den nächsten Tag hinein verfolgte, heißt „Dried Piss“, und solltet ihr unbedingt auschecken. Passenderweise lautet ein Part im Songtext „it’s in my head“. Treffer, versenkt.

Nach viel Pogo, viel Mitsingen und viel Hitze im stickigen White Rabbit, war dann nach zwei weiteren Zugaben Schluss. Ich muss auch Tage danach noch sagen, dass mich No Trigger wirklich geflasht haben. Wenn du nicht dabei warst, hast du dir eine wirklich gute Band durch die Lappen gehen lassen. Das war großes Kino Lucky Booking, mehr davon!

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