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Born From Pain im Crash Freiburg

Mal wieder gab es im Crash in Freiburg ein kleines Hardcore-Schmankerl in Form von Born From Pain. Die Niederländer hatten erst kürzlich ein neues Album namens „True Love“ veröffentlicht und passend dazu ein paar Tourdates im Kalender stehen.

Los ging es bei Zeiten mit Kasparov aus der Schweiz. Die Hardcore-Combo hatte ein denkbar schweres Los, denn gegen 21 Uhr war die Besucheranzahl noch sehr überschaubar. Frontshouter Weibu wirbelte trotzdem über die Bühne und schaffte es nach einer Weile, den ersten Pogo zu aktivieren. Bevor ich zur Show ging und die Bands durchhörte, lief auch der Song „We’re all here“ von Kasparov, den die Band natürlich auch Live zockte. Hört in die Nummer mal rein, wenn ihr Bock auf Oldschool Hardcore mit einem kleinen Schuss Metal habt.

Weiter ging es mit Sly Old Dog, die nahtlos ans Genre anknüpften. Auch hier gab es kein Stillstehen, denn Sänger Kubo war hauptsächlich vor der Bühne anzutreffen. Das lohnte sich, denn nun waren auch die erste Circle-Pits erkennbar. Neben den eigenen Songs gab es auch noch „Gotta Go“ von Agnostic Front als Abschluss, was natürlich dankend angenommen wurde. Zu dem Track gab es noch ein kleines spontanes Feature mit Simon von Selfish Hate, der das andere Mikro übernahm. Gute Band, die live wirklich Laune macht und auch neben der Bühne sehr nett ist.

Zu guter Letzt gab es Born From Pain, die vom ersten Akkord an mächtig auf’s Gaspedal gedrückt haben. So habe ich die Band damals kennengelernt, denn seit ihrer Gründung vor 22 Jahren habe auch ich sie ein paar Mal auf Festivals oder Clubshows gesehen.

Musikalisch heben sich Born From Pain von den Vorbands ab, denn hier wird der Hardcore mit deutlich mehr Metal angereichert. Das ist nicht nur hörenswert, sondern auch sehenswert, denn die Band hat in all den Jahren offensichtlich nicht den Spaß auf der Bühne verloren. Ein weiterer Beweis dafür: Die Besucherzahl ging an diesem Abend leider nicht mehr viel höher, als sie bei den ersten Bands war. Sänger Rob sagte dazu, dass es ihnen egal sei, ob sie für 50 oder 5000 Leute spielen. Das merkte man und das anwesende Publikum war fast komplett in Bewegung – und teilweise dann auch ohne Shirt.

Grundsätzlich war das ein schöner Abend mit drei guten Bands, aber natürlich merkte man der Stimmung an, dass das Crash nicht mal zur Hälfte gefüllt war. Ich hoffe beim nächsten Besuch von Born From Pain auf mehr Zuschauer.

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