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Reingehört: Backstabbed – „Servant of Misery“

Backstabbed spielen in unserem Onlinemagazin nun schon viele Jahre eine Rolle: 2018, also im Gründungsjahr, haben wir das erste Mal über die Band berichtet, 2022 den ersten Konzertbericht verfasst. Von Anfang an hatte der Sound der Band etwas Besonderes: Es war nie einfach nur Hardcore und Geballer, sondern ließ immer Platz für Ausbrüche in Richtung Metal, Crossover und auch Melodie. Das macht die Band bis heute unberechenbar. Ein Beispiel: Ich persönlich bin nicht der größte Fan von exakt vier gleich klingenden Bands an einem Konzertabend, Backstabbed sind da immer sowas wie das Schweizer Taschenmesser, denn sie bringen genau da die Abwechslung rein, wo sie fehlt, egal wie das restliche Line-Up aussieht. Kein Wunder also, dass sie sich mittlerweile regelmäßig mit Landmvrks, STYG und Co. die Bühne teilen und die Festivals auf dem Konzertplakat bekannter und größer werden.

Am 2. Oktober 2026, also diesen Freitag, erscheint ein neuer Meilenstein in Form einer EP. „Servant of Misery“ heißt das Teil, beherbergt vier Tracks und zwei davon wurden schon als einzelne Singles rausgehauen. Falls ihr „Spring Inside My Grave“ und „Anomaly“ verpasst habt, könnt ihr die hier nachholen.

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„Stone Cold“ reiht sich nahtlos in die Qualität der bisherigen Veröffentlichungen ein und beweist, dass die Band die Gratwanderung zwischen Hardcore-Refrain und Melodie zu jeder Zeit perfekt meistert. Auch wenn der cleane Gesang hier nur im Hintergrund zu erahnen ist, reicht es aus, dass man die Faust in die Luft strecken möchte und mitsingt. Das Gefühl steigert sich im 2. Teil mit vielen „Oh-Oh“, die aber nicht zu cheesy daherkommen, sondern perfekt im Instrumental eingebettet sind.

Produktionstechnisch haben wir hier mit Sicherheit die stärksten Backstabbed Songs auf den Ohren. Hier passt aus meiner Sicht alles: Allgemein die Wucht, treibende Vocals, satte Gitarren, klar definierte Drums und auch ein knackiger Bass, was im Gesamtbild locker in jede Playlist mit den großen internationalen Namen passt. Was man „Servant Of Misery“ im Songwriting anmerkt: Hier ist alles für die Bühne gemacht. Es gibt keine verrückten atmosphärischen Interludes, kein Schnickschnack oder Ähnliches, was gerade in der Szene hörbar zum Status Quo gemacht wird. Es klingt nach einer Hardcore-Band, die 1:1 das Gehörte ohne viele Einspieler auf die Bühne bringen kann. „Bound To Misery“, die vierte Single der EP, wird zweifelsfrei ein weiterer Beweis dafür sein. Erst kürzlich habe ich Backstabbed im Vorprogramm von Terror und Stick To Your Guns gesehen und mitbekommen, wie auch die neuen Songs das Publikum zum Ausrasten bringen können. Selten habe ich eine Band gesehen, die als Opener die Crowd von der ersten Sekunde weg so im Griff hatte wie Backstabbed. Da passen die neuen Songs perfekt rein, ich hoffe, ihr freut euch so darauf wie ich. Well done, boys!

Ach ja: Falls ihr Bock habt, das Geschriebene gleich zu überprüfen, gibt’s noch einige Konzerte, die bis Ende des Jahres anstehen. Checkt also im Anschluss gleich mal die Website von Backstabbed!

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