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Reingehört: Friends Don’t Lie – Zenit Der Dramaturgie

Da ist das Ding! Friends Don’t Lie hauen heute ihr Debütalbum „Zenit der Dramaturgie“ raus. Wenn du gerade etwas lesefaul bist, dann schmeiß den Streaming-Anbieter deines Vertrauens an, hau die Platte rein, fahr die Lautstärke hoch und zieh dir die zehn Tracks rein – es lohnt sich. Für alle anderen geht’s hier weiter:

„Wir bewegen uns in der weltweiten Politik auf einen Zenit der Dramaturgie zu – keiner weiß, was danach kommt.“ Mit diesem Zitat von Frontmann Markus bin ich in das Album gestartet. Klingt ja erstmal irgendwie unsicher und negativ, was ich sehr gut verstehen kann. Doch dann kommt der Opener „Unsere Zeit“ ums Eck, versprüht gute Laune, PMA und eine Energie, die dem ganzen Titel direkt einen schönen Twist gibt. Auch „Angst“ danach kann man nicht in die Schwarzmalerei-Schublade stecken. Der Song erfreut sich an der markanten – teils auch gesprochenen – Stimme von Markus, an melancholischen Melodien und dieser mitreißenden Power, bei der man beim Hören schon weiß: Das wird live richtig knallen.

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Auch der dritte Song bietet keine Pause: „Jahr für Jahr“ geht mithilfe von Zirkel weiter voran und zeigt den schönen Kontrast, den Friends Don’t Lie beherrschen: In der einen Sekunde klingt es nach Pop-Punk, danach wieder härter (mit Breakdowns), dann wiederum deutlich emotionaler durch die Rap-Parts. Dieser Mix sorgt für ordentlich Abwechslung, was du vermutlich schon bei der Vorab-Single „2 Uhr nachts“ erkannt hast.

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Düster startet „Jede Zeile ein Schrei“, bevor dann ein richtig fetter Hip-Hop-Part entfacht. Ich liebe das, wenn trotzdem noch schön die Sportgitarren wummern. Mit dabei sind hier die Bands Grell und Vinta, warum das Sinn macht, kannst du seit heute Nacht schon anhören. Es kommt nicht so oft vor, dass beim ersten Durchhören Songs so kleben bleiben wie bis hierhin. Wir sind bei der Hälfte angelangt und jeder Song hat bisher zu 200% überzeugt. „Dieses Lied“ dreht die Stimmung wieder auf und hat mich in den ersten Sekunden direkt an Casper erinnert. Das liegt natürlich an der Gesangsart, aber auch an den Klatsch-Elementen. Produktionstechnisch klingen die Songs allesamt wirklich ausgereift. Die abgestoppten Gitarren in „Hoch hinaus“ bringen z. B. ordentlich Druck, ohne dass dabei zu viel Zerre im Spiel wäre. Dasselbe gilt für auch die Breakdowns und viele weitere Elemente. Allgemein ist hier alles super aufgeräumt, die Vocals sind gut im Vordergrund, ohne dass der „Rock“ darunter leiden würde.

„Tausend Türen“ ist die Ballade des Albums, die mit Klavier und Gesang startet und später in eine solide Rocknummer mündet. Schön ist hier die emotionale gesangliche Steigerung und auch der Text des Songs. Allgemein ist spätestens hier klar, dass Friends Don’t Lie positiv in die Zukunft schauen und dir quasi wie ein richtiger Freund auf die Schulter klopfen und sagen: „Wird schon gut werden.“ Für das große Finale gibt’s noch mal richtig fette Riffs in „Splitter“ und auch Bläser, die die Band beim schnellen Punk-Beat unterstützen. Zwischendrin kamen kurz auch Turnstile-Vibes auf – insgesamt eine sehr interessante Nummer, die klassische Songstrukturen etwas aufbricht. Mit „Blackout“ endet ein unglaublich gutes Debütalbum. Glückwunsch, Friends Don’t Lie – das Teil wird nicht nur bei mir hoch und runter laufen.

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