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Offdays in der Region: Europapark

Was fängt man hier eigentlich mit Tagen an, an denen Bühnen leer bleiben und die Verstärker keinen Lärm machen? Dieser Frage wollen wir in der neuen Serie „Offdays in der Region“ nachgehen, denn es gibt doch das eine oder andere, was auch ohne Gitarren Spaß macht. Teil 1 der Serie: der Europapark in Rust.

Vermutlich war schon fast jeder Leser/jede Leserin einmal im Leben im Europapark, denn der Park begrüßt jährlich satte 5,6 Millionen Besucher. Seit 1975 gibt es das Erlebnisresort bereits und hat wirklich für jeden etwas am Start.

Europapark Rust - Offdays in der Region - Amplifier Magazin

KREISLAUF-MOSHPIT
Ein großes Aushängeschild sind natürlich die Achterbahnen. Der erste hergestellte Rollercoaster aus dem Hause Mack, Inhaber des Parks, wurde bereits 1921 fertiggestellt, weit vor der Eröffnung des Parks. Grundidee des Europaparks damals: Er sollte als eine Art Schaufenster für die eigenen Fahrgeschäfte dienen. Bereits drei Jahre später hatten eine Millionen Besucher die Achterbahnen bestiegen. Apropos Achterbahnen — da hat der Park natürlich Einiges zu bieten: Der Can Can Coaster heizt im Dunkeln oder in der virtuellen Realität durch die Gegend, in der Euro-Mir dreht man sich zusätzlich um die eigene Achse, Poseidon und Atlantis Supersplash sorgen für die eine nasse Überraschung und auch für Kids sind die Einsteiger-Achterbahnen wie Alpenexpress, Schweizer Bobbahn oder aber Pegasus bereits der erste Kick. Was sich im Thrashmetal „Big Four“ schimpft, sind im Europapark die „Big Three“: Silverstar, Bluefire und Wodan. Diese drei Achterbahnen sind noch einmal höher (Silverstar: 73 m), schneller (Bluefire & Wodan: 100 km/h, Silverstar: 129 km/h) und lauter (Wodan – Holzachterbahn) als alle anderen im Park. Wer also mal richtig Adrenalin pumpen will, ist hier genau richtig.

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THEKE STATT RAKETE
Doch auch für alle, die sich bei Moshpits eher in den hinteren Reihen aufhalten und lieber die Beobachterrolle an der Theke einnehmen, bietet der Park Vieles: ruhigere Fahrgeschäfte, Shows bis zum Abwinken und natürlich gibt es auch noch Stände mit Essen und Trinken. Alleine die Parkaufmachung mit dem Europathema ist bis ins kleinste Detail perfektioniert. Mein persönliches Highlight außerhalb der Adrenalinbahnen: Das Voletarium, das eine Art Flugsimulator ist. Man sitzt bei diesem Fahrgeschäft auf einer Bank vor einem riesigen gewölbten Bildschirm und fliegt durch Städte und Landschaften rund um Paris oder Schloss Neuschwanstein. Klingt erst einmal nicht so spannend, oder? Die Bank, auf der man sitzt, bewegt sich leicht mit, der Riechkolben wird durch Gerüche aktiviert und das Echt-Feeling wird durch Luftströmungen und Dampf im Gesicht stimuliert. All das zusammen mit einer brillanten Bildqualität fühlt sich so real an, dass bei mir direkt der Höhenangst-Alarm runtergeht. Absolut empfehlenswert.

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HAPPY HALLOWEEN
Wann sollte man eigentlich den Park besuchen? An Werktagen ist natürlich lang nicht so viel los, wie am Wochenende, aber zu welcher Jahreszeit? Meine Empfehlung: Ende September bis Halloween! Denn zu dieser Zeit ist es noch einigermaßen warm und der ganze Park erstrahlt im Halloween-Outfit, verziert durch über 160.000 Kürbisse. Das sollte man wirklich mit eigenen Augen gesehen haben. Auch die Halloween-Parade ist (vor allem) für eure Metal-Kids ein weiterer Hingucker.

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50€ EINTRITT, GIBT’S GÄSTELISTE?
Knapp 50 € zahlt ein Erwachsener für den Eintritt in den Park. Das ist erst einmal ein stolzer Preis, danach sind aber alle Fahrgeschäfte (außer Virtual Reality Fahrten) inklusive. Man schafft es nicht, zumindest nicht am Wochenende, alle Fahrgeschäfte durchzuballern, daher kann man da definitiv nicht meckern. Wo es happig wird, sind die Kinderpreise: 4–11 Jährige zahlen immer noch 42 € und auch die Getränkepreise liegen eher im Festival- als im Juze-Bereich.

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DAS GROSSE COMEBACK
Wie schön ein Multikulti-Europa ohne Grenzen sein kann, zeigt dieser Park in voller Pracht. Auch im nächsten Jahr werde ich einen Offday im Europapark verbringen, mir im Bluefire die Herzfrequenz hochjagen lassen und traditionell den Abend in der Geisterbahn ausklingen lassen. Aber natürlich nur, wenn nicht irgendwo ein spannendes Konzert ansteht.

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