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Bitch Queens – City Of Class

Wenn es um Lieblingsbands aus dem Nachbarland Schweiz geht, stehen bei mir zwei Namen ganz oben auf der Liste: Snitch und Bitch Queens. Letztgenannte Kapelle treibt nun schon seit 2008 ihr Unwesen, und zwar mit solch einer Beständigkeit, dass man das Wort „Konstanz“ im Duden um den Bandnamen erweitern sollte. Diese Woche erscheint nach zwei Jahren ein neues Album namens „City Of Class“, wir haben reingehört.

Bitch Queens City Of Class – ReviewLos geht der Longplayer mit dem gleichnamigen Titeltrack, der letzte Woche bereits inklusive eines schicken Videos veröffentlicht wurde. Was mir an der Band schon immer gefiel, war der Mix aus Punkrock und Rock’n’Roll, wie man es von skandinavischen Bands à la Turbonegro kennt. Jedoch setzen die Bitch Queens in ihren Songs öfters auf Tempo. „Vote For Pedro“ ist das beste Beispiel hierfür, denn mit gerade einmal 1:52 min kann man sich gut vorstellen, wie zügig einem die Worte „Fuck The System“ um die Ohren geschleudert werden. Danach werden die Rock’n’Roll-Klampfen in Beschlag genommen und eine Hookline folgt der anderen.

Das fällt jetzt schon auf: Die Mitsing-Parts bei den Bitch Queens waren zwar immer am Start, bei „City Of Class“ hat sich das Quartett dahingehend aber noch mal weiterentwickelt, was mir sehr gut gefällt. Und wo wir gerade beim Alt-Neu-Vergleich sind: Die Band schafft es Album um Album „handgemacht“ zu klingen und nicht so überproduziert wie viele andere Punk- & Rock’n’Roll-Acts. In der heutigen Zeit ist dies eher eine Seltenheit. Das vermittelt einen guten Live-Charakter, selbst Zuhause auf dem Sofa.

„When Did I Die“ hat sich direkt beim ersten Hören in meinen Gehörgang tätowiert und auch bei den nächsten Durchgängen bleibe ich bei dem genannten Song hängen, definitiv mein Favorit auf der Platte. Aber auch weitere Songs wie z. B. „All My Money“ stechen besonders aufgrund des Kontrasts zwischen mehrstimmigen Gesang und rotzigen Strophen raus.

Elf Nummern hat „City Of Class“ zu bieten und nach dem Ritt durch die Songliste merkt man, dass endlich auch mal eine Band aus diesem Genre auf eine Ballade verzichtet hat, die sich in fast jedem Beispiel nur zum Skippen eignet. Halleluja!

 

Das neuste Album der Bitch Queens führt den Siegeszug der Basler definitiv fort, zeigt einen musikalischen Fortschritt, ohne dass Eigenständigkeit flöten geht. In diesem Fall hat nicht nur die „Stadt Klasse“, sondern auch die Band.

Ach ja, für Freiburg gibt’s noch folgende Info: Am 20. Dezember zocken die Bitch Queens im Slow Club: Wer Bock auf Glitzer, Punkrock und Jeansjacken hat, sollte da auf jeden Fall dabei sein.

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