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Deconvolution in der KTS Freiburg

Lang, lang ist’s her, dass ich mir eine Show in der KTS reingezogen hatte. Das dreitägige Springfest von E2T Booking lieferte genug Gründe für mich, um den Samstag mit vier Bands auszuchecken.

Der Abend startete mit Ripdown, deren Debütalbum bei uns ordentlich eingeschlagen hatte. Ich war also sehr gespannt, was mich erwartet und sollte nicht enttäuscht werden. Die Band machte einen gut eingespielten Eindruck, zeigten viel Spielfreude, und wie sich das gehört, wurde direkt beim ersten Song das erste Bier über die „Stage“ verteilt. Vom besagten Album „Waste no time, boy!“ wurden einige Tracks gezockt, z. B. „Hardcore Lives Forever“, aber auch neue Songs hatten den Weg in die Setlist gefunden. Das war eine wirklich solide Vorstellung, auch wenn der Gitarrensound leider ziemlich shitty war.

Weiter ging es mit Deconvolution und heilige Scheiße: Diese Band hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Tommy hatte von den Jungs in Denzlingen schon einmal berichtet, öfters ist mir der Name bisher jedoch nicht untergekommen. Das wird sich jetzt allerdings ändern, denn das Quartett aus Solothurn hat den Laden aber so richtig auf den Kopf gestellt. Die Mucke bewegt sich zwar im Hardcore, zeigt aber deutliche Thrash-Einflüsse. Auf Platte klingt das gut, live aber viel besser. Auch die Energie der Band auf der Bühne war an diesem Abend einzigartig und nach den ersten Stagedives und einem ausgiebigen Set habe ich dann auch wieder meinen Mund zubekommen. Zieht euch Deconvolution rein: eine Band, die trotz ihres jungen Alters einen ausgereiften Sound fährt. Man wird wohl noch einiges von ihnen hören.

Danach ging es mit Slamister weiter, die sich dem „Slam/Beatdown“ verschrieben haben. Grundsätzlich hat die Band einen sehr tighten Eindruck gemacht, mit der Art von Mucke kann ich persönlich jedoch gar nichts anfangen. Wer Bock auf Mucke à la Nasty hat, sollte sich Slamister aus Bad Mergentheim auf jeden Fall reinziehen. Übrigens: Das Springfest war an diesem Samstagabend extrem gut besucht, wie ihr auf den Fotos sehen könnt. Das sollte hier natürlich auch noch Erwähnung finden.

Weiter im Programm: Zu guter Letzt gab es noch Forgotten Chapter auf die Ohren. Die Aschaffenburger haben ihren Hardcore mit ein paar Clean-Vocals gemixt und dem Publikum ein letztes Mal eingeheizt. Auch hier würde man die Combo wieder als „eingespielte Band“ betiteln, denn das Set war von vorne bis hinten wirklich gut. Gerade die cleanen Vocals waren eine gesunde Abwechslung in einem Line-Up voller Shouter. Allgemein hatte an diesem Abend jede Band ihren eigenen Stil, auch wenn E2T Booking grundsätzlich einen Hardcore-Abend zusammengestellt hatte. Normalerweise bin ich nicht der größte Freund von vier Bands an einem Abend aus dem gleichen Sektor, hier hat das aber gut funktioniert. Wie wäre es mit einem Summerfest, E2T Booking?

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