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Reingehört: Slime – Zwei

Ich habe keine Ahnung, bei welchem Album ich dieses Erlebnis das letzte Mal hatte, aber bei der neuen Platte von Slime ist der Funke so dermaßen schnell übergesprungen, dass ich nach dem letzten Track direkt die zweite Runde eingeläutet habe und mir die 16 Songs noch mal anhören musste. Seither läuft die Scheibe bei mir auf Dauerschleife.

Slime - Zwei CoverIch war nie wirklich ein „Slime Ultra“ aber habe die Gassenhauer der Kapelle natürlich auf dem Schirm. Besonders der eine Hit, der vom SV Grün-Weiß handelt, schwirrt mir stets durch den Kopf, wenn ein Fahrzeug des besagten Vereins an mir vorbeifährt …

Aber kommen wir zurück zum brandneuen Album namens „Zwei“. Nachdem Sänger Dirk „Dicken“ Jora nach knapp 40 Jahren den Dienst als Frontmann in 2020 beendet hatte, dachten die meisten vermutlich, dass das Ende der Deutschpunk-Urgesteine aus Hamburg damit besiegelt ist. Aber als Anfang diesen Jahres auf einmal ein neuer Song namens „komm schon klar“ inklusive neuem Sänger und mit dermaßen „Bums“ die Runde machte, sah die Sachlage wieder ganz anders aus.

 

Als ich das Video zum ersten Mal sah, dachte ich nur: „Ist ja voll geil … und das ist Slime!?“ Seither habe ich die Kapelle viel mehr auf dem Schirm als die 40 Jahre zuvor und verfolgte jedes weitere Release/Video, das die Hamburger bis dato veröffentlichten. Daher war die Erwartung gegenüber des angekündigten Albums bei mir recht hoch und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Auch wenn die alteingesessenen Slime Fans sagen, dass das so gar nix mehr mit Slime zu tun hat, bin ich mir relativ sicher, dass auch diese „Kritiker*innen“ die neue Platte insgeheim feiern.

 

Tex, der neue Mann am Mikro, bringt mit seiner Stimme und seiner Art zu singen dermaßen frischen Wind in das Quintett, dass ich Feuer und Flamme bin, mir die Sache mal live reinzuziehen. Genau das werde ich am 03.11.22 im Café Atlantik in Freiburg dann auch machen. Ob „Safari“, „Taschenlampe“, „Outlaw“, „Sein wie die“ – alle 16 Songs erzählen größtenteils Geschichten aus Tex‘s Vergangenheit, machen die Platte somit zu einem authentischen Gesamtkunstwerk und zu meinem absoluten Release-Highlight in diesem Jahr.

 

Die Arrangements und Melodien sind großartig und haben teilweise Hymnen-Charakter. Ich bin gespannt, ob das noch von einer anderen 2022er Scheibe „getoppt“ werden kann. Vielen Dank für dieses großartige Album, Slime.

An alle Hater und „Szene-Polizist*innen“: der Song „nix von Punkrock“ ist vermutlich euch gewidmet.

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