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Lyvten – Wind Of Change

Lyvten haben sich Anfang 2020 mit einer 7-Inch und zwei neuen Songs zurückgemeldet. Nachdem Sänger Thorsten nach fünf gemeinsamen Jahren ausgestiegen ist, haben die Schweizer mit Claudio einen neuen Mann am Mikrofon gefunden. Natürlich lässt sich die neue Stimme am Besten mit neuen Songs präsentieren. „Wind Of Change“ (ich verkneife mir an dieser Stelle jegliche Hinweise einer Band aus Hannover) heißt das Teil und, wir haben ein bis zwei Ohren reingehängt.

Cover – Lyvten Wind Of ChangeSo ein Sängerwechsel ist für Bands immer eine große Sache: Werden die bisherigen Hörer den Weg mitgehen oder kommt die olle „früher war alles besser“-Leier? Wenn man sich mal durch die Kommentare in den sozialen Netzwerken schleicht, merkt man ziemlich schnell, dass Lyvten verständnisvolle Fans hat, was mit Sicherheit auch an den zwei neuen Songs liegt, denn die klingen richtig gut.

Los gehts mit „Der Teufel an meiner Seite“. Bei Sängerwechsel ruft man im Hinterkopf immer auch die alten Alben ab, ob man das nun möchte oder nicht. Daher starte ich auch mit einem Vergleich: Was auf „Bausatzkummer“ innerhalb der ersten Minuten eher schwer und sperrig klang, ist an dieser Stelle geradliniger, was mir persönlich schon mal gut gefällt. Es dauert dann ein bisschen, bis die neue Stimme zu hören ist, dafür geht es umso schneller, bis man sich daran gewöhnt hat. Claudio scheint sich sehr schnell in den Songs gefunden zu haben und das hört man, denn es klingt nach einer Einheit und nicht nach einer Band mit neuem Sänger.

Lyvten bleiben sich aber auch auf „Wind Of Change“ treu und verpacken Post-Punk mit deutschen Texten, auch wenn es für mich ein bisschen „punkiger“ klingt als zuvor.

Der zweite Song namens „Und der Tod wartet“ ist mein Favorit. Als ich ihn das erste Mal anhörte, lief ich den ganzen Tag mit dem Refrain im Ohr umher. Auch heute, beim Schreiben dieser Review, werde ich das „So allein, weit weit weg von zu Hause“ noch eine Weile in mich rein singen, denn der Refrain hat wirklich eine gute Hook. Aber auch im Instrumental findet sich durch die Rhythmik und das Zusammenspiel der Klampfen durchweg eine schöne Abwechslung.

Leider sind zwei Songs schneller vorbei, als einem lieb ist, doch zum Glück gibts einen Repeat-Button. Beide Songs machen Bock auf mehr, der Wechsel am Mirko ist definitiv geglückt.

Momentan arbeitet die Band schon an Album Nummer 3 und wir hoffen, dass die Herren aus Zürich nicht Lange auf sich warten lassen.

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