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Donots im Waldsee Freiburg

Der Amplifier-Wochenend-Hattrick: die Donots im Waldsee. Das kann man sich natürlich nicht entgehen lassen, wenn Show Nummer 994 ansteht, und da die Herren aus Ibbenbüren das letzte Mal beim ZMF schon ein Highlight waren, durfte ich auch dieses Mal nicht fehlen.

Los ging es, zu meiner Überraschung, mit Smile And Burn, die weder auf der Waldsee-Website, noch in der FB-Veranstaltung Erwähnung fanden. Das finde ich dann immer recht schade, wenn die Vorband unterschlagen wird. Nun gut, die Bude war zum Glück brechend voll, als die Berliner die Bühne enterten.

Ich hatte zwar schon mal von der Combo gehört, aber noch nie wirklich die Mucke auf dem Schirm gehabt. Es ging aber nicht lange, bis ich die letzte Reihe gegen den vorderen Bereich eintauschte, denn Smile And Burn hatten einen eigenen Charme, der mich und viele andere in den Bann zog – musikalisch, als auch charakterlich. Neben dem Instrumentalen sind für mich vor allem die Vocals hervorzuheben, denn Sänger Philipp hat zum einen den Bühnencharme von Ingo Donot, zum anderen eine ähnliche Art Gesangslinien zu verpacken wie Armin von den Beatsteaks. Das klingt aber zu keiner Zeit nach Abklatsch, sondern einfach nur fett! Ich kann die Donots gut verstehen, warum sie Smile And Burn eingeladen haben. Hammer Opener, der gut zur Hauptband passt!

Weiter ging es mit den Donots, die quasi auf Warm-Up Tour für ihr 1000. Konzert waren. Das Publikum konnte es kaum erwarten, bis es endlich losging. Bereits in den Umbaupausen wurden die ersten Fangesänge laut und die sollten bis zum Ende nicht weniger werden. Am ZMF hatte ich bereits eine detaillierte Schilderung der Geschehnisse veröffentlicht, die gibts hier noch mal zum Nachlesen. Größtenteils passt das alles noch gut zum Abend im Waldsee: Vollgas von Anfang bis Ende, keinen Hit ausgelassen, ordentlich geschwitzt und wieder das Outing als Freiburg-Fans.

Allerdings war dieses Mal von allem ein bisschen mehr vorhanden: Dieses Mal gab es noch „Saccharine Smile“, einen meiner Lieblingssongs, obendrauf. Auch das Schweißbarometer stieg im Waldsee deutlich höher als letzten Sommer, sodass es quasi nach jedem Song eine Wasserstandsmeldung aus den Ohren/Schuhen/Buchsen gab. Bevor die Donots dann ganze vier Zugaben rausgehauen haben, gabs noch ein wenig Stand-up Comedy von Gitarrist Guido zum Thema „Urlaub in Freiburg“.

Bands hauen ja immer gerne die Floskel „bester Tourtag“ und „bestes Konzert auf Tour“ raus, aber an diesem Sonntag nahm man Ingo die Ansagen wirklich ab, denn der eigentliche Headliner des Abends war das Freiburger Publikum! Was da geklatscht, getanzt, gestagedived, gepogt, und mitgesungen wurde, war weit über dem klassischen Konzertdurchschnitt. Das war wirklich beeindruckend und so mussten die Bandmitglieder immer mal wieder ungläubig in die durchdrehende Meute blicken. Selbst nach der vierten Zugabe rissen die „Donots“-Gesänge nicht ab, und Freiburg war laut Band die erste Stadt, die Sänger Ingo „kaputt gemacht hat“.

Hey Donots, so viel Bühnenschleimerei wird natürlich nur ernst genommen, wenn auf der nächsten Tour wieder ein Zwischenstopp in Freiburg eingelegt wird! Deal?

Weitere Fotos vom Konzert gibts bei trvelove.

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