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The Lazys – Tropical Hazards

The Lazys aus Sydney bringen den guten alten Rock’n’Roll zurück. Mit Tropical Hazards erschien vor Kurzem das dritte Album der Australier, die mittlerweile ihre Gitarren in Kanada stimmen. Allerhöchste Zeit für uns, das Teil mal unter die Lupe zu nehmen.

The Lazys - Tropical HazardDas Auge hört mit
Nun gut, das Cover ist jetzt nicht die Neuerfindung des Rades, trifft aber die musikalische Marschroute der Band recht gut. Klassisch muss es sein, also gehört natürlich ein Totenschädel drauf, Messer dürfen auch nicht fehlen und eine Schlange hat dem Gesamtbild im Rock’n’Roll auch noch nie geschadet. Tropische Palmen greifen den Albumtitel auf und die Kombination aus all diesen Elementen sorgt zu Beginn auf jeden Fall für einen Hingucker. Das könnte in Zukunft sicher auf der einen oder anderen Haut landen.


Mucke Mucke Mucke!

Das Album beginnt mit dem bereits veröffentlichten „Nothing But Trouble“ und macht von Beginn an richtig Bock. Treibende, straighte Drums, massive Klampfen, die die Rock’n’Roll-Peitsche wiederholt auf deine Ohren schmettern und ein Refrain, der die Hook direkt in dein Gehirn pflanzt. Einen besseren Opener hätte man nicht wählen können. Die nächsten Songs gehen so weiter und ich ertappe mich dabei, wie ich langsam abschweife, bis mich „Young Modern Lightning“ mit den ruhigeren Klängen wieder zurückholt. Wahnsinns Nummer, die Live sicher für Smartphone-Lichtgewitter sorgen wird. Danach kommt mit „One’s Too Many“ meines Erachtens ein weiterer Ausreißer, der durch das Arrangement aus dem klassisch straighten Sound der Band ausbricht. Das klingt ein wenig nach Billy Talent. Ach ja, Ian D’Sa von Billy Talent hat die Songs übrigens mitgeschrieben und produziert, das hört man teilweise auch. Die Kombination aus beiden Songs bildet für mich so eine Art Höhepunkt der Platte. Danach geht es bunt weiter, mit „Somebody’s Daughter“ wird es wieder ruhiger, bevor mit den letzten beiden Songs noch einmal der Fauststrecker-Modus aktiviert wird. Um ehrlich zu sein, hatte ich nicht mit so viel Abwechslung gerechnet.

The Lazys heben sich mit Tropical Hazards deutlich aus dem australischen Dunstkreis à la Airbourne ab, denn die Songs sind für meinen Geschmack griffiger und vor allem vielseitiger.

Anspieltipp?
Grundsätzlich auf jeden Fall „Nothing But Trouble“, denn der Song blieb mir vom ersten Hören an direkt hängen. Doch auch „Young Modern Lightning“ hat extrem Potenzial und sollte hier auch erwähnt werden.

 

Recording!
Hier klingt alles so, wie es sein muss. Die Vocals sind deutlich im Fokus, die Gitarren sind leicht angezerrt und sehr definiert, machen in Soli-Parts aber natürlich auch mal ein paar Schritte nach vorne ins Spotlight. Die Drums und der Bass sorgen für den nötigen Bums und verzichten auf unnötiges Geplänkel. Dem Kritiker wird es zu „glatt“ sein, ich finde es passend.

Fazit!
Ich bin mir mehr als sicher, dass sich The Lazys in ein paar Jahren einen Namen gemacht haben werden, denn die Platte ist ein Smasher und wird für vieles der Dosenöffner sein: Shows, Fans und vieles mehr. In Kanada haben sie ja bereits den Sprung in die Charts geschafft, ich bin gespannt, was in Europa möglich ist. Hört rein und lasst euch überraschen, wie vielseitig diese Band sein kann. Beware of the tropical hazards!

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