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Machete Dance Club – A Trip Outta Hell… EP

Vor einiger Zeit wurde ich auf eine neue Combo aus München aufmerksam. Machete Dance Club heißt die Band und der Mix, der aus meinen Boxen kam, war irgendwie anders. Ich versuche das hier mal in Worte zu fassen.

Machete Dance Club - CoverDas Auge hört mit
Das Cover zeigt das wasserüberströmte Gesicht einer Dame, die sich klischeehaft mit der Zunge über die Lippen fährt. Die Farbigkeit wurde dabei 80’s-mäßig rot eingefärbt und auch der Schriftzug erinnert stark an die genannte Zeit. Beim Durchhören wird einem der Bezug recht schnell klar, ein richtiger Hingucker ist das Cover allerdings nicht.

Mucke Mucke Mucke
Los geht die Vier-Song-EP mit der Nummer, die ich als erstes entdeckt hatte: „Cheap Motel“. Der Track startet mit einem kurzen Synthies-Intro, bevor fette und extrem tiefe Klampfen dazu stoßen. Die Vocals von Frontmann Chris wirken in der Strophe noch recht soft und weich, bevor es dann im Refrain ein bisschen mehr zur Sache geht. Die 80’s schwingen da definitiv mit, und die Nummer könnte gut und gerne im Radio laufen, jedoch verleihen diese „fiesen“ Klampfen mit Drop-Tuning dem Song einen ganz eigenen Vibe.

„Give Me Your Heart (Sweat)“ startet mit einem Intro, dass sehr stark an Modern Talking erinnert. Dass ich diesen Bandnamen im Amplifier Magazin aussprechen würde, hätte ich auch nie gedacht. Dazu gibt’s wieder viele Synthies im Background, solide Kopfstimmen und die bereits genannten riffigen Klampfen. Da fehlen eigentlich nur noch Discokugeln an der Decke und Schulterpolster im Kittel, jedoch mit Nieten verziert.

Der dritte Song „M.A.M.A“ trägt die Kombination der genannten Stilmittel weiter, fährt das Tempo aber ein wenig zurück. Hier schwingt fast schon ein wenig Funk in der Rhythmik mit. Irgendwie ist das alles ziemlich abgefahren, denn Machete Dance Club haben in den bisher gehörten Songs bereits ihren komplett eigenen Style verdeutlicht und gefestigt.

Mit „Love You“ endet die EP nach knapp 15 Minuten wieder. Eigentlich ist dann in Sachen Mucke auch alles gesagt, denn auch hier reiht sich der Track in das Songwriting der Vorgänger ein. Das wirkt alles sehr durchdacht und man sollte wohl erwähnen, dass es diese Band erst seit 2018 gibt.

Anspieltipp
Hier würde ich euch definitiv „Cheap Motel“ empfehlen:

 

Recording
Die Songs sind fett produziert, die Synthies wirken nicht zu aufdringlich, die Gitarren klingen fett und die Vocals stehen über dem Instrumental. An manchen Stellen rutschen mir die Drums ein wenig zu arg in den Hintergrund, aber da will ich nicht zu kleinlich sein. Alles in allem eine extrem professionell gemischte EP.

Fazit
Machete Dance Club kreieren einen Sound, den zumindest ich in dieser Art und Weise noch nie gehört habe. Man darf gespannt sein, wie es mit der Band weitergeht. Jetzt sind die vier Münchner erst einmal im Vorprogramm von Dog Eat Dog zu sehen. Wir werden die Band im Auge behalten.

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